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Rheinpfalz - Ausgabe Ludwigshafen am 21.01.2003

Gestern Urkunde an Medical Standard GmbH übergeben - OB Lohse: Tragfähige Geschäftsidee

Als erste Existenzgründerin hat Irene Wolter gestern einen Zuschuss über 50.000 Euro aus dem EU-Förderprogramm Urban II erhalten. Irene Wolter ist Geschäftsführerin MS Medical Standard Produktmanagement GmbH im Rhein-Center.

Ludwigshafen und Mannheim sind neben zehn weiteren Städten in Deutschland, die an dem Förderprogramm teilnehmen. Mit dem Urban-Projekt soll die dauerhafte wirtschaftliche und soziale Erneuerung krisengeplagter Städte unterstützt werden, erläuterte gestern der Mainzer Innenminister Walter Zuber, der auch für Stadtentwicklung zuständig ist. Unverzichtbar bei diesem Prozess ist nach Worten des Innenministers die Beteiligung der Bürger für ihren Stadtteil und ihre Stadt. Ebenso seien Akteure nötig, die bereit seien, mit unternehmerischem Risiko zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Stadt beizutragen. Zuber hofft, dass dem Beispiel von Irene Wolter viele weitere folgen.

Als "innovatives, junges Unternehmen" hat OB Eva Lohse Medical Standard bezeichnet. Sie freue sich sehr, die erste Förder-Urkunde überreichen zu können. Lohse sprach den Umbruch im Gesundheitswesen in Deutschland an. Für Kliniken stelle sich die Frage, wie einerseits Einnahmen erhöht, aber auch, wie Kosten gesenkt werden können. Die Geschäftsidee der Medical Standard GmbH, die Krankenhäuser berät, nannte Lohse sehr tragfähig.

Die Stadt Ludwigshafen könne für Mittelstands- und die Existenzgründer-Förderung im Urban-Projekt für vier Jahre noch zwei Millionen Euro an Fördersumme vergeben, so Lohse.

Die Stadt Ludwigshafen könne für Mittelstands- und die Existenzgründer-Förderung im Urban-Projekt für 4 Jahre noch zwei Millionen Euro an Fördersumme vergeben, so Lohse. Geschäftsziel von Medical Standard ist es, Krankenhäuser beim Einkauf von Einmalprodukten zu beraten. Geschäftsführerin Irene Wolter (54) hat zwei Jahrzehnte als Krankenschwester in der Anästhesie und auf der Intensivstation gearbeitet. Anschließend arbeitete sie in der Industrie als Beraterin und gründetet später einen medizinischen Großhandel mit. Einem Krankenhaus hat das Unternehmen eine Einsparung von zehn Prozent der Kosten beim Einkauf errechnet. Der Geschäftsführer habe angekündigt, den Einstellungsstopp für die Klinik aufzuheben, wenn die Summe erreicht werden könne. (kh)